Besetzung:


Gitarre, Gesang: Stefan Zieris
Bass: Munir Qreini
Schlagzeug: Jürgen Heigl


Was bisher geschah....


Februar 1998:    Bandgründung
August 1998:     Touren...Touren...Touren...Raum Regensburg,                             Neumarkt, Nürnberg, Erlangen, Bayerischer Wald,                             diverse Open-Airs
                            Einspielung von neun Songs für eine Demo-MC
Nov. 1998:         Ausstieg des Drummers (ist lieber Lehrer jetzt...),                             Monate rumgehangen, diverse Drummer ausprobiert:
Frühjahr 1999:   Aufnahmen für die CD "10000 und ´ne Meile Meer",
                            die aufgrund von Differenzen mit dem Label nie                             erscheint.

April 1999:         Gewinner des Mercedes-A-Ward/Regensburg/ Mälze,                             Sparte Indie
Dez. 1999:         Einspielen der CD "Ficken" im AM-Home-Studio
Januar 2001:     "In Deinermeiner Welt" erscheint auf dem VISION-Sampler der                             Januar-Ausgabe.
2008:                  Unveröffentliches Material (Live und Studio) erscheint auf zwei                             CD´s, die es aber nur in sehr geringer Auflage gibt. Hörproben                             hier unter "Songs"


Ein paar Worte zu "Ficken":


Zum Titel der CD sei erst mal Folgendes gesagt: Viele, denen wir das Ding geschenkt oder angedreht haben, sind ja der Meinung, "Ficken" als CD-Titel sei ein bischen vulgär oder sexistisch, dabei haben wir es gar nicht (nur) sexuell gemeint. Was uns gefiel, war die provozierende Spannung, die zwischen dem Cover, dem Titel und dem Band-Namen entstand, ein visueller und ein semantischer Reiz, die jeder für sich kombinieren und deuten kann, wie er will. Außerdem gehts eigentlich in jedem Song auf der Scheibe ums "Ficken" oder "Gefickt-Werden" in irgendeiner Art und Weise (außer vielleicht in "Deinermeiner Welt"), oder spielt zumindest irgendwo im Hinterkopf eine Rolle. Trotzdem entschuldigen wir uns gern von vorneherein bei Jedem, der sich das Ding kauft und irgendeine Porno-Scheibe erwartet, oder sowas.
Also: Sorry Jungs. Aber trotzdem danke!

Aller Anfang ist Zufall...:


Es klingt vielleicht übertrieben, aber das, was unser Verhältnis zu "deutscher Musik" generell und grundlegend verändert hat, war das Erscheinen der ersten "Selig" `94 oder `95. Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir eigentlich immer der unumstößlichen Meinung gewesen, daß eine Symbiose zwischen "englischem" oder "amerikanischem" Sound und deutschen Texten niemals funktionieren könne. Natürlich gab es immer schon Deutsche (Rock)musik, es gab Lindenberg, die Scherben, es gab die Neue Deutsche Welle, Nena, Extrabreit, Rheingold, etc., es gab Grönemeyer und Westernhagen, aber das war eigentlich immer was ganz Eigenes, was deutsches eben. Und sowas wollten wir eigentlich nie machen. Als wir dann zum erstenmal die Selig hörten, dachten wir, wow, unglaublich, das ist absolut cool, das ist Englischer, bluesiger Sound und es sind Deutsche Texte, und es klingt nicht im Geringsten aufgesetzt oder unnatürlich. Na, ja, ich laber hier rum; ich wollt eigentlich auch nur sagen, daß es eben so angefangen hat, mit Alles Morgen...Nicht, daß Selig uns jetzt musikalisch unbedingt geprägt oder beeinflußt hätten, aber irgendwie haben die uns mit der Nase draufgestoßen, daß es geht, es möglich ist.



Und noch eine uninteressante Vorgeschichte:


Früher, d. h., Anfang der Neunziger spielten wir alle ausschließlich in anderen diversen Rock- oder Blues- oder Punk-Formationen. Tobi, unser damaliger Gitarrist, der technisch ausgereifteste von uns, hatte ein Fusion-Projekt am Laufen, bevor er `98 auf eine Zeitungsannonce hin zu uns stieß. Martin Maier, unser erster Drummer, der im November `98 ausstieg, hatte vorher in einer Punk-Band geknüppelt, und Jürgen, der bis Dezember 2001 die Sticks bediente, studiert Schlagzeug am Nürnberger Konservatorium und hatte da bis März `99 noch eine Jazz-Rockband, die irgendwie nach einer Mischung aus Sting und U2 klang. Also so gesehn, ein ziemlich zusammengewürfelter Haufen, würde ich mal sagen.
Während der Aufnahmen zur CD Ende `99 fingen wir dann an, ein bischen mit Synthis rumzuspielen, -erst, weil man natürlich keinen Song in Ruhe lassen kann, bevor nicht alle 16 Spuren der Bandmaschine belegt und jedes freie Stückchen Magnetic Tape ausgereizt ist, dann aber immer mehr, weil wir das Gefühl hatten, daß es bei manchen Songs einfach paßte, moderne Tasten-Sounds mit reinzunehmen. (Ich hoffe nur, EVELYN klingt nicht zu sehr nach Liquido...oh, Mann.) Allerdings tauchten dann auch gleich die ersten Schwierigkeiten auf, als wir nämlich feststellten, daß es ein ziemlicher Act ist, live ohne Keyborder, und stattdessen mit Sequenzer die Sachen zu spielen, weil der Drummer ständig den Klick auf Kopfhörer braucht. Immerhin hatten wir das vorher noch nie gemacht.